de „Keine große Auswanderungswelle“

Polnische Regierung sieht keine Gefahr einer massenhaften Arbeitsmigration nach dem 1. Mai 2011, wenn in Deutschland alle Arbeitsschranken für Polen fallen/ Studie der französischen Bank BNP rechnet hingegen mit großer Emigrationswelle nach Deutschland/ Viele Polen bereits in Großbritannien, weil die Briten schon zum EU-Beitritt des Landes im Jahr 2004 ihre Märkte geöffnet haben Continue reading

de Ein Land widersteht weiter der Krise

WARSCHAU – Im vergangenen schwierigen Wirtschaftsjahr 2009 haben viele Marktbeobachter ihren Augen nicht getraut und noch von einem Zufall gesprochen: Polen – das junge EU-Land, das nicht gerade das Image einer Wirtschaftsmacht hatte – widerstand der weltweiten Wirtschaftskrise und verzeichnete als einziger EU-Staat keine Rezession. Keiner hätte dem Land, das viele bestenfalls als mehr oder weniger kostengünstigen Produktionsstandort ansehen, eine solche solide Entwicklung zugetraut. Continue reading

de Markt mit Turboeffekt

WARSCHAU – „Deutschland ist satt und behäbig, anstatt endlich notwendige Reformen anzupacken. Polen als weniger entwickeltes Land ist hingegen zur Modernisierung gezwungen, zieht den Turbo und wird den westlichen Nachbarn in 20 Jahren überholen“. Das hat der Chef des Brüsseler Wirtschaft- und Politik-Instituts CEPS, Daniel Gros, Anfang des Jahres prognostiziert. Der Wissenschaftler ist selbst Deutscher. Continue reading

de Achtung! Bürokratie!

Die Bürokratie soll in Polen weniger werden. Das sieht ein Gesetzesprojekt vor, zu dem die Tageszeitung “Dziennik Gazeta Prawna” gelangt ist. Freiberufler werden es zukünftig leichter haben, sich registrieren zu lassen, so der Wille der Regierung. Darüber hinaus geht es um Änderungen im Steuer- und im Arbeitsrecht. Widersinnige Vorschriften, unsinnige Formalia und unflexibles Verhalten der Beamten kennzeichnen die polnische Verwaltung, die Unternehmern und Selbstständigen jedes Jahr Zeit, Nerven und Geld kostet. “Polen hat halt einen abgeblähten Wasserkopf an Beamten, Continue reading

de Trotz Krise: Polen immer glücklicher

Lamentieren, rummeckern und immer unzufrieden sein: Das sagen viele Polen, wenn man sie fragt, was eine typisch polnische Eigenschaft ist. Doch ist es damit langsam vorbei – der Krise zum Trotz. Einheimische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Polen immer glücklicher werden:

„Die Krise herrscht in Polen in den Institutionen vor, ist aber noch nicht an der Basis bei den gewöhnlichen Polen angekommen.“ Das erklärte der Gesellschaftspsychologe Professor Janusz Czapinski im polnischen TV-Sender “Polsat”. Continue reading

de Intercity: Verspätet an die Börse

Die Intercity-Tochter der staatlichen Bahnen PKP wird wohl doch später als geplant privatisiert. Das teilte die einheimische Fachzeitung „Gazeta Prawna“ mit.
Der zuständige Infrastrukturminister Cezary Grabarczyk peilt einen Termin im Jahr 2011 an. Eigentlich sollten die ersten Aktionäre die Papiere der PKP Intercity bereits im kommenden Jahr kaufen können. Der Grund: Die schwierige Situation an den Aktienmärkten. Nach Ansicht von Grabarczyk lassen sich in zwei Jahren höhere Preise für den Verkauf erzielen.

de Wohlstand an der Weichsel

Volle Lebensmittelläden, Luxusartikel und Reisen in exotische Länder: Vor 25 Jahren gab es das nur für Bundesdeutsche, Briten oder Franzosen – eben für Angehörige aus dem wohlhabenden Westen. Und in der damaligen kommunistischen Volksrepublik Polen schien dieser westliche Konsum unerreichbar zu sein. Jetzt aber – ein Vierteljahrhundert später – ist diese Zeit endgültig vorbei. Und auch die Polen verfügen als junge EU-Mitglieder über stabile Einkommen, gehen shoppen und fliegen nach Tunesien oder Ägypten zum Urlaub. Continue reading

de Haushalt: Doch 5 Milliarden mehr

Polen erhält 5,3 Milliarden Zloty (1,2 Milliarden Euro) aus Dividenden der staatlichen Unternehmen und aus der Einnahmensteuer für die Dividenden, die die privaten Gesellschaften bekommen. Damit sind die finanziellen Zuflüsse aus dieser Einnahmequelle doch höher als ursprünglich angenommen. Eigentlich hatte Polen nur 2,87 Milliarden Zloty (640 Millionen Euro) vorgesehen.

de Kein schneller Euro

Fast die Hälfte der Polen hält es für besser, wenn erst einmal der Euro nicht eingeführt wird. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Meinungsinstitut GfK Polonia im Auftrag der einheimischen Tageszeitung „Rzeczpospolita“ organisiert hat. Sie fordern, dass die Regierung die Vorbereitungen auf die Gemeinschaftswährung verlangsamt. Nur 17 Prozent der Befragten will, das Polen hier das Tempo erhöht. Am Jahresanfang hatten sich noch 26 Prozent der Befragten dafür stark gemacht.

de Polnische Regierung nimmt Anti-Krisenpaket zur Hälfte an

Die polnische Regierung hat fast die Hälfte des Anti-Krisenpakets angenommen, den die sogenannte Dreiseitige Kommission beschlossen hat. Das berichtet der Nachrichtensender TVN24. „Wir sind überzeugt, dass das gesamte Paket noch vor den Ferien angenommen wird“, sagte die polnische Arbeitsministerin Jolanta Fedak. Die „dreiseitige Kommission“ besteht aus Vertretern von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Politikern und soll helfen, in einer gesamtgesellschaftlichen Initiative gemeinsam die Probleme anzupacken.