Polen beendet LKW-Streit mit Russland

de Polen beendet LKW-Streit mit Russland

Polen hat seinen Streit mit Russland über die Genehmigungen der Transport-Genehmigungen für polnische Spediteure und Straßengüter-Verkehrsunternehmen auf russischem Territorium schließlich doch beigelegt. Wie das polnische Infrastrukturministerium in einer Erklärung mitteilt, gilt das neue Abkommen für drei Jahre. Die polnischen Unternehmen erhalten pro Jahr 150.000 Einfahrtsgenehmigungen. 24.000 davon sind Transit-Genehmigungen in ein drittes Land. „Wir haben so viele Genehmigungen für Russland wie noch nie zuvor in der Geschichte“, zitiert die Onlineausgabe der Fachzeitung für die Industrie „Nowy Przemysl“ den stellvertretenden Infrastrukturminister Tadeusz Jarmuziewicz. Die Zahl der polnischen Transporte nach Russland werde sich nun um 20 Prozent erhöhen, so stellvertretende Minister.

Die alten Genehmigungen waren bereits am 15. Januar erlöschen. Das hatte zu Verzögerungen bei der polnisch-russischen Grenzabfertigung geführt, weil die polnischen Transporteure nicht mehr das Recht hatten, auf russischem Territorium zu fahren. In der vergangenen Woche hatte Russland, die Abfertigung der polnischen LKW zwar wieder aufgenommen, ohne das Problem zu lösen. Beide Länder hatten seit Herbst des vergangenen Jahres versucht, eine Einigung zu erzielen.

“Haben Sie davon getragen”
Offiziell nennt Polen keinen Grund für diese Einigung. Die polnische Tageszeitung „Rzeczpospolita“ berichtet, dass Russland letztlich vor der harten polnischen Haltung zurück gewichen sei. Die Polen hatten dabei sehr hoch gepokert und sogar 190.000 Einfahrtsgenehmigungen (davon 66.500 Transitgenehmigungen in ein Drittland) gefordert. Sie hatten damit gedroht, im Gegenzug auch den russischen Unternehmen die Fahrtgenehmigungen auf polnischem Gebiet zu entziehen. Für das West-Geschäft vieler russischer Transporteure hätte dieser Schritt schwerwiegende Folgen gehabt, weil sie dann Strecken über die Ukraine und über die Slowakei hätten nehmen müssen, die viel zu teuer seien. „Endlich haben wir einmal einen Sieg davon getragen“, jubelt das Blatt.

Dieser Beitrag ist bereits unter www.verkehrsrundschau.de erschienen.